|
Sonderausstellung „Vom Blitz getroffen“
08.09.2006 – 15.10.2007
In 12 Ausstellungsabteilungen werden mit Bildern und Gegenständen –in der Hauptsache mit Leihgaben der EWE AG, der Stadtwerke Norden, Lampen Tjarks, Friedrich Bochmann und vielen Wiesmoorern- verschiedene Aspekte der Stromerzeugung beleuchtet.
Ziel dabei ist, die 100-jährige Geschichte der Stadt Wiesmoor einer breiten Öffentlichkeit bewusst zu machen und zu verdeutlichen, dass Torfabbau und Energiegewinnung mit dem Torfkraftwerk ein integraler Bestandteil der eigenen Stadtgeschichte ist.
Die Ausstellungsabteilungen:
Inszenierung Moor mit Birkhuhnfamilie
Das Torfkraftwerk
Alte Postkarte, Museumsarchiv
Das Entstörfahrrad
Foto: Hennek, Print Media
Mit dem Fahrrad fuhr der Techniker zu den Strommasten und kletterte mit Steigeisen nach oben und reparierte die Leitungen.
Strom im Wohnzimmer
Foto: Print Media
Das Wohnzimmer ist im Stil der 1950/60er Jahre eingerichtet. Tütenlampe, Fernseher und natürlich ein elektrisches Stövchen sind hier ausgestellt.Seit den 1960er Jahren gab es das elektrische Stövchen „Mollig“. Man ging natürlich sehr sparsam mit dem Strom um. Das wussten auch die Hersteller. So hieß es in der Gebrauchsanweisung des Stövchens: „Wenn beide Schalterknöpfe eingedrückt sind, heizt die Bank nur bei Benutzung. Für Dauerheizung schwarzen Schalterknopf ziehen.“
Strom in der Küche
In der Küche findet sich neben Kühlschrank, Backröhre und Herd natürlich auch ein elektrisches Neujahrskucheneisen aus den 1960er Jahre
Diese besondere Form der Waffeleisen werden in Ostfriesland zur Herstellung von „Neejahrskoken“ genutzt.
Foto: Hennek, Print Media.
Strom in der Waschküche
Foto: Bengen
Links ist die Wäscheschleuder „Frauenlob“ aus den 1950er Jahre zu sehen. Rechts die Waschmaschine vom Typ CW 250 E mit einer Heizung von 2500 Watt – Nw. 2770 Watt - 220 Volt – 50 Hz.
Beide Objekte wurden von den Stadtwerken Norden zur Verfügung gestellt.
Der Elektro- und Fernsehladen mit eigener Werkstatt
Der Elektroladen wurde überwiegend mit Objekten von Lampen Tjarks in Wiesmoor ausgestattet.
In der Werkstatt
Mit Hilfe eines Spiegels konnte der Fernsehtechniker im Innern des Fernsehers die Teile richten und im Spiegel erkennen, ob das Bild störungsfrei lief.
Alle drei Foto: Hennek, Print Media.
„Fräulein vom Amt“
Auf einem Stehpult sind Kopien von Akten des Staatsarchivs Aurich, Oldenburg und des Firmenarchivs der EWE - Leer ausgelegt.
Aus diesen Akten möchte ich Ihnen jetzt kurz eine Begebenheit vorstellen:. Und zwar waren neben den Kriegsgefangenen im I. + II. Weltkrieg auch Zuchthausgefangene im Moor tätig. Aus einem Schreiben der königlichen Moor-Administration in Wiesmoor an die kaiserliche Oberpostdirektion in Oldenburg, vom 26. April heißt es: „An dem im Bau begriffenen Hauptkanal ist südlich der Zentrale, in einer Entfernung von rund 2 km ein Gehöft errichtet worden, in welchem Zuchthausgefangene untergebracht sind. Um in Not- und Unglücksfällen auf schnellstem Wege Hülfe herbeirufen zu können, soll das Gehöft Telefonanschluß erhalten. Ich bitte die Kaiserliche Oberpostdirektion um baldmöglichste Mitteilung, unter welchen Bedingungen ein Staatstelefon eingerichtet werden könnte.“
Drei Wochen später wird dieser Antrag positiv entschieden und es heißt: „Die Gefangenenbaracke am Hauptkanal wäre zweckmäßig an die Fernsprech-Umschaltstelle in Voßbarg anzuschließen wofür eine jährliche Gebühr von 80 M zu entrichten wäre. Die Anmeldung würde an das kaiserliche Postamt in Aurich zu richten sein.“
Auf dem roten Sofa
Auf dem roten Sofa kann Platz genommen werden und in aller Ruhe die ausgelegten Prospekte und Informationen zum Kraftwerk gelesen werden.
Foto: Hennek, Print Media
Die Gattersäge mit Elektromotor
Foto: Hennek, Print Media
Strom über Land
Foto Hennek, Print Media
|